Normalerweise schreibt die Band etwas über ihre letzten Auftritte. Bei dem letzten Auftrittt wurden aber schon die richtigen Worte von jemanden gefunden, der noch spezieller involviert war, als die Band selber!
Zu lesen im Blog von Homegrown:
http://www.myspace.com/homegrownkonzerte/blog/544270573
Vielen Dank an William "GOD" Niese
Ladies and Gentlemen, werte Metalheads, liebe Hildesheimer, die Bischofsstadt zwischen Hameln und Braunschweig, Hannover und Alfeld, eher bekannt für Jazzfestivals, einem weltberühmten Gothic-Festival und eine ausgeprägte Blues-Szene, hat seit heute Nacht einen neuen offiziellen Vertreter für das Landesfinale des Local Heroes Contest 2011 in Hannover: Nämlich uns! Die BetonEngel! Als einzige Vertreter der metallverarbeitenden Zunft konnten wir uns gegen die Konkurrenz durchsetzen und einmal mehr beweisen, dass Heavy Metal nicht nur betonhart und laut, sondern auch die beste Musik der Welt ist!
Doch ganz von vorne: Für das gestrige Finale konnten sich Third Try, die stark an populäre California-Punkrocker der späten Neunziger erinnerten, Dokmalou, die eine dufte Mischung aus Pop, Blues und Funk mit Blasinstrumenten und mehrstimmigen Gesang spielten, und natürlich BetonEngel qualifizieren. Eine sehr bunte Mischung, die an dem Abend viel Abwechslung bescherte, aber die Entscheidung für Jury und Publikum nicht einfach machen sollte. Wir waren allerdings die Exoten an diesem Abend. Vorteil oder Nachteil? Wir hatten keine Ahnung! Aber was soll's. Einfach durch! Preußisch pünktlich um Punkt vier Uhr waren Peter und ich mit den Drums als erstes in der Kufa. Das Aufbauen und Hineintragen des Equipments und der anschließende Soundcheck dauerte natürlich etwas, aber der mit Bier gut bestückte Kühlschrank im Backstage und eine große Auswahl an Wurst, Käse und Brötchen konnten die Arbeit verträglicher machen. Per Losverfahren wurde basisdemokratisch von Veranstalter William festgelegt, dass der Abend zunächst von Third Try begonnen wird, dann Dokmalou und schließlich wir die Bühne rocken dürften. Was für eine Erleichterung nicht den undankbaren ersten Gig absolvieren zu müssen. Opener-Slots sind nicht Heavy Metal! Für mich war unglaublich, dass nach Öffnen der Kasse so viele Fans für uns, aber vor allem Third Try angereist waren (sie scheinen wohl jeden eingeladen zu haben, den sie kennen!), dass kurzer Hand ein Einlasstop vom Veranstalter ausgesprochen wurde, um die Sicherheit der Veranstaltung zu gewährleisten. Rappelvoll begonnen schließlich die besagten Punkrocker mit über einer Stunde Verspätung. Und meine Güte – war der Laden voll und heiß. Im Anschluß folgten Dokmalou, die allerdings eine Notumbesetzung hatten, da der Sänger im Urlaub war.
Der Peter Fun Fact: Aloha! Ich als Sänger von BetonEngel habe Urlaub nicht nötig. Dank Hemd und Lederjacke, kriege ich überall meine tropische Urlaubshitze!
Leider leerte sich der Laden nach dem Auftritt von Third Try enorm. Ts, ts, ts! Immerhin kamen nun die Leute rein, die am Eingang warten mussten.
Tja, dann schlug das letzte Stündchen. Unsere Stunde! Beziehungsweise halbe Stunde!
Doch vorher hatten wir noch Probleme beim Aufbau – praktischerweise wurde das Schlagzeug um einen halben Meter verschoben und die Mikros mussten neu positioniert werden und das Mischpult für die Sequenzen war auch abgebaut!
Der Peter Fun Fact: >>Plain awesome!<< würde der Ami zu so einer Situation sagen.
Zum Glück war Tonmann Ralf zur Stelle!
Na ja, immerhin füllte sich der Saal, während rumhantiert wurde. Und ja – kaum zu glauben – er war wieder voll. Hildesheim wollte harte Musik hören.
Und das sollten sie auch kriegen! BetonEngel blüht nämlich vor großem Publikum auf!
Und wir blühten nicht nur, sondern räumten mit unserem betonharten Geknüppel auch noch den Laden ordentlich auf.
Der Peter Fun Fact: Und ich habe mich diesmal sogar nicht am Mikrofonständer verletzt! Dafür aber ich ihn! Die Rache ist mein!
Eine Menge headbangender Metalheads und Partypeople und viel Spielfreude ließen diesen Auftritt für uns unvergesslich werden.
Endzeit, Waffengewalt, russische Sprachexkurse, Tanga-Regen, Beton satt! Das einstimmige Ergebnis der Jury bestätigte unseren Auftritt! Und die Konkurrenz war hart, fast so hart wie wir! Danke für diesen Abend! Es war uns eine Ehre!
Und so wurde aus dem kleinen, ruhigen Hildesheim, HILDESHEIM METAL CITY!
Hildesheim wurde gerockt! Bis auf die Grundsteine!
An dieser Stelle ein riesiges DANKE an unsere Fans und Zuhörer an diesen Abend, an unsere ältesten und treuesten Groupies, an Ralf für den Bombensound, an Lichtmeister Boris für seine sehr gute Arbeit am Lichtklavier, danke an Anton (jetzt haben wir endlich mal GENUG Pleks!) und natürlich an William und Anke (die leider an dem Tag krank war) für die Orga!
Es war ein ausgezeichneter Kulturabend! Was ist schon Poesie im großen Saal?
Und da Hildesheim nun abgerissen wurde, muss nun unsere geliebte Landeshauptstadt Hannover dran glauben! Uh ja!
- Linus und Peter
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Das Leben kann so schön sein: Sonnenschein, Bier, Currywuäst, Motorräder, hübsche Frauen und Metal. Mit diesen sechs Elementen einer Heavy-Metal-Utopie lässt sich der gestrige Abend am besten zusammenfassen. BetonEngel war zu Gast beim MC Brenner 83 in Vinstedt, einem kleinen Kuhdorf zwischen Otze (den Ort gibt’s wirklich), Uelzen und Lüneburg, aber mit Provinzparty hatte das ganze nichts zu tun, denn es kommen immer tausende Besucher zum Festival. Der Mopedclub veranstaltete dieses Wochenende sein jährliches Heavy Metal Open Air mit BetonEngel und Größen wie Feuerengel, der wohl besten Rammsteincover-Truppe der Welt und Tara-X, die den weiten Weg aus Berlin auf sich nahmen.
Angefangen hat der Roadtrip für BetonEngel im BetonHauptquartier mit versammelter Mannschaft und weiblicher Begleitung, um das nötige Equipment zu verladen. Nachdem sich die BetonKolonne auf der B191 mit einem schleichenden Mercedes SLK und hunderten roten Ampeln und Blitzern angelegt hatte, erreichte man voller Freude das Festivalgelände. Schon von weitem sah man festivaltypisch Zelte, Motorräder, Kuttenträger und Metalheads. Die ersten Stunden vor Ort konnten wir nutzen, um uns an Bier, Currywuäst und Burgern zu erfreuen (hier nochmal großes Lob an die Burgerbrater!) und eine Mopedshow und eine Misswahl gab's auch noch. Demnach war für das leibliche Wohl gesorgt. Musikalisch wurde der Abend schon um halb 7 von einer Death Metal Combo eingeleitet. Death Metal und Motorräder...passt das? Danach durften sich vier Holländer mit einigen Punksongs, einem Schottenrock, aber auch mit viel Spaß versuchen. Lustigerweise hieß diese Kombo „Buttbugs“, wurde aber von den Veranstaltern als „Buttplugs“ ausgeschrieben. Köstlich! Den Mopedfahrern hat’s wohl besser gefallen als die erste Band. Gingen aber auch mehr ab wie ein „Zäpfchen“ – so, genug der schlechten Wortwitze. Was danach aber unter der plattdeutschen Phrase „denmantau“ die Bühne betrat, war für ein Motorradfest völlig unpassend, da die Truppe leider nicht, wie der Name vermuten lässt, norddeutschen Bagaluten-Rock à la Torfrock spielt. Mit Akustikgitarre und Trompete bewaffnet, trafen sie mit dem akustischen Weichspülgang leider nicht den Nerv der Bier- und Fleischkonsumierenden Zuschauerschaft. Rein objektiv gesehen, war die Musik natürlich nicht schlecht.
Um gut 22 Uhr durften dann BetonEngel, mit über einer Stunde Verspätung und zügig ausgeführten Soundcheck, die Bühne entern, um mit einer ordentlichen Ladung Heavy Metal den Laden aufzuräumen. Den Leuten hat’s definitiv gefallen und musikalisch waren wir auch mit unserer Leistung zufrieden. Nicht nur, dass das Publikum eine Zugabe forderte, die aber aus Zeitmangel verwehrt wurde, und wir eine ordentliche Anzahl unserer Promo-CDs unters Volk bringen konnten, nein, wir konnten auch den Vorschusslorbeeren des Veranstalters gerecht werden. Wir hatten jedenfalls viel Spaß und die Technik war diesmal auch kaum ein Problem. In der kurzen, hektischen Soundcheckphase wurde das Beste draus gemacht. Daher noch mal großes Danke an Sebastian. Nach uns durften dann noch die Headliner des Abends, Tara-X, anderthalb Stunden mit einem Top 40 Cover-Metal-Set Party machen, was musikalisch echt in Ordnung war und was man sich gut anhören konnte. An dieser Stelle auch nochmal ein großes Danke nach Berlin, für die Stellung der Backline. Schön für uns war, dass beim Headliner nicht mehr Zuschauer als bei uns waren, also ein erfolgreicher Abend!
Danke Brenner für die gute Orga und Verpflegung, danke Präsi, danke liebe Fans, Dank an die Crew!
Freitag geht’s weiter beim fucking Local Heroes, kommt und feiert mit uns!
- Linus
Die erste Nachricht des Tages: Transportprobleme. Der Kombi steht nicht zur Verfügung. Sehr praktisch, wenn man die Backline stellen will. Kinder lieben es! Na ja, zum Glück hat Jan einen der hässlichsten Ford Fiestas im Landkreis. Fährt und schleppt man halt das Vierfache wie nötig um im Zeitplan zu bleiben. Dem Himmel sei Dank hatte die Löseke eine gute Fee namens Anke, und sie hatte die magische Fähigkeit einen Lastenaufzug zu bedienen! Und man durfte sogar direkt vor ihm parken! Das lässt das Roadie-lose Bandherz höher schlagen. Kein großes Schleppen mehr! Und der nächste große Pluspunkt: Ausreichend Catering!!! Und das schon BEI ANKUNFT und nicht 10 Minuten vor Auftritt oder Soundcheck! Und ich habe noch nie erlebt, das vom Catering überhaupt etwas übrig bleiben kann. Hier war es ausgezeichnet und en masse vorhanden. Konnte der Tag tatsächlich noch besser werden? Jap, kann er. Das Problem bei Bandcontests ist im Allgemeinen immer dieses gewisse, vergiftende "Konkurrenzgefühl", dass in der Luft schwebt. Zum Glück waren alle Bandmitglieder von dieLämmer und Source of Rage nett, freundlich, sympathisch und humorvoll, so dass dieses Gefühl ausblieb. Lockere, lustige Gespräche und eine sehr familiäre Atmosphäre. So muss das gehen. Nun kommt das A und O eines erfolgreichen Konzertabends: Der Soundcheck. Und da gab es gleich zwei Überraschungen. Source of Rage, die allesamt noch recht jung und auch erst ca. ein Jahr unterwegs sind, klangen dafür sehr professionell und standen ihren großen Vorbildern musikalisch in Nichts nach. Zudem machten sie artverwandte Musik...und da wären wir bei der anderen Überraschung: Der Klang! Tonmischer Ralf lieferte eine astreine Arbeit und sorgte für einen superfetten, klaren Sound, den wir schon seit geraumer Zeit vermisst haben und für Metal unumgänglich ist. So etwas erwartet man eigentlich in großen Veranstaltungsbetrieben und nicht in kleinen Dachboden-Clubs. Meine Fresse, wir waren platt! Bei unserem Soundcheck brach allerdings etwas Stress aus, da die Zeit doch schon etwas vorangeschritten war und dieLämmer auch noch checken mussten. Haben wir aber auch hinbekommen. Entspannen im Backstage, die Jury kennenlernen und dann ging's los. Den Anfang machten dieLämmer. Deutschrock, der vor mehr Publikum natürlich mehr aufgegangen wäre. Leider hatten sie den Opener-Status erwischt. Ja, ja...der heilige Opener-Status...- immer wieder ein Erlebnis. Ein Lied von ihnen blieb sehr hängen - kann natürlich sein, weil mich die Hook irgendwo an "Do The Whirlwind" von Architecture in Helsinki erinnert hat. Übrigens ein sehr gutes Musikvideo...ach Gott, ich schweife ab. Eine Band vor wenig Publikum - da blutet mir immer etwas das Herz. Na ja, an diesem Abend sollte bei mir noch ein ganz anderes Körperteil bluten - dazu später mehr. Trotz ungünstiger Publikumssituation haben sie das Programm solide durchgezogen.
Und dann waren auch wir schon dran. Jetzt gab es den Betonschuh-Tritt für das Publikum, dass sich patout nicht bewegen wollte. Und - sie haben sich bewegt! Wir bretterten durch unser Set und hatten unseren Spaß, was natürlich vor allem an dem guten Sound lag. Während Linus, Matze, Jan und Marcel geschwitzt haben wie die Schweine, blutete ich wie ein abgestochenes Schwein. Der Mikrofonständer hat sich tatsächlich für meine Gewalttaten an mir gerächt. Wie wusste es Farin Urlaub schon? Gewalt erzeugt Gegengewalt. So ist das. Fleischwunde am kleinen Finger. Wie zum Henker habe ich das hinbekommen? Einsatz von Blut - was für ein übles Metal-Klischee. Nächstes Mal versuchen wir es mit Waldmeister-Wackelpudding. Die Stimmung kochte über, es floß noch mehr Schweiß. Jan sah mittlerweile aus wie Vetter It von der Addams Family, nach einem viel zu langen Saunabesuch. Süß. Die Gratis-ins-Publikum-schmeiß-CD ist zerschmettert (watt steht ihr denn och so weit wech, mitten im Saal?!), ein bisschen Pogo, ein Mikrofonkabel, dass nach meinem Geschmack etwas zu oft den Bodenkontakt suchte, ein bisschen Heavy-Metal-Henry-Meyer-Drumsolo und dann war das Set auch schon zu Ende. Hui! Was eine Sause. Hart wie Beton! Umziehen, akklimatisieren, Pflaster abholen (Untrue, ich weiß!), was trinken. Source of Rage ballerten im Anschluss noch die restlichen Grundgemäuer des Lorettas weg. Sauber! Sauber! Gutes Zusammenspiel und musikalisch irgendwo zwischen In Flames, Pantera und Machine Head. Und zum Glück bestand der Gesang, im Gegensatz zu zig anderen Bands, nicht nur aus monotonen Gebrüll! Willkommene Abwechslung. Bin gespannt, was man von ihnen noch so hören wird! Dann noch schnell abgebaut und dann kam der Moment der Momente - die Gewinnerbekanntgabe. Und ja, wir ersparen uns den langen Trommelwirbel, ihr wisst es ja eh schon: Die kranken Betonbestien haben gewonnen.
Vielen Dank! Wir freuen uns immer noch darüber!

Foto: Peter Rehbein
Das war er nun, der erste Local Heroes-Vorentscheid. Ein endorphin- und schweißgetränkter Abend im Zeichen des Rocks. Ein großes Lob geht an die Organisation und Mitarbeiter in der Löseke! Alles war sehr professionell, das Zeitmanagement war genau richtig und immer stand jemand mit Rat und Tat zur Seite. Daher ein betonstarkes DANKE! an Ralf, William, Lichtmann Boris, der Jury, allen die da waren, allen die nach dem Konzert noch beim Abbau geholfen haben, natürlich an dieLämmer und Source of Rage und Danke Anke! (den Spruch hat sie bestimmt noch nie gehört).
Das war ein rundum gelungenes Event. Vorzeigewürdig! So macht man das!
Und wer nicht da war, hat ganz klar was verpasst.
Gab es überhaupt irgendetwas negatives? Lasst mich nachdenken...
Ach ja! Lindener Spezial! ;)
Wir freuen uns auf's Finale! Bis denn.
- Peter
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